Bioweine erkennt man am  Label mit dem kleinen Blatt auf dem grünen Hintergrund. Wer dieses Label trägt, unterliegt den EU BIO-Richtlinien, die eine Nutzung von synthetischen Pestiziden sowie chemischem Dünger untersagt. Dafür steht BIO für die natürliche Bearbeitung des Bodens. Erlaubt sind auch die Nutzung von Schwefel und Kupfer (z.B. die « Bordeauxbrühe » – eine Kupferkalkbrühe, die in der Landwirtschaft als Fungizid eingesetzt wird, um schwere Krankheiten wie Mehltau/Oidium zu verhindern). Der Einsatz ist jedoch reglementiert und limitiert.

Grundsätzlich sind die Zusätze, die verwendet werden deutlich weniger sind als in konventionellen Weinen und durch die BIO-Vorschriften geregelt sind.

Es gibt Stimmen, die die Vorschriften des BIO-Anbaus kritisieren, da beispielsweise Kupfer, der den Boden schädigt, zugelassen ist. Im Weinkeller sind die Mengenbeschränkungen bei hinzugefügtem Sulfit recht hoch, jedoch sind die Nutzung von Hefe, Holzspänen, Gelatine oder bestimmten Säuren gestattet.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Label BIO nicht unbedingt ein Indikator für besonders hohe Qualität sein muss. Dies hängt in sehr hohem Maße vom Engagement des Winzers ab. Geht der Winzer über die Vorschriften hinaus den Schritt, einen authentischen Bio-Ansatz zu nutzen und BIO zu seiner Philosophie zu machen oder berücksichtigt der Winzer lediglich die europäischen Vorschriften und hinterfragt gewisse Pestizide und Zusatzstoffe nicht?

Auch gibt es immer die Möglichkeit, auf einen Wein zu treffen, der das BIO Label trägt, jedoch qualitativ weniger hochwertig ist, als ein Wein ohne Label, denn auch hier gibt es viele Winzer, die auf Nachhaltigkeit achten und ihre Weine mit größter Sorgfalt pflegen und dabei möglichst wenig Zusatzstoffe verwenden. Tendenziell gibt das BIO-Label jedoch eine Indikation und ist ein guter Schritt in Richtung nachhaltiger Anbau!

 

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